Hessisches Perspektivprogramm

Hessisches Perspektivprogramm

Das Hessische Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (HePAS) bietet Arbeitgebern zusätzliche finanzielle Anreize, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen.

Es wurde bereits zum zweiten Mal aufgelegt: In der Zeit vom 01.01.2017 bis 31.12.2019 läuft das Nachfolgeprogramm HePAS II.

Für besonders Benachteiligte

Von dem Programm sollen schwerbehinderte Menschen profitieren, die am Arbeitsmarkt stark benachteiligt sind. Dazu gehören vor allem:

  • Schwerbehinderte Menschen, die nach gesetzlicher Definition „besonders betroffen“ sind, zum Beispiel geistig oder seelisch behinderte Menschen
  • Langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen
  • Ehemalige Beschäftigte einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder Übergänger aus der Unterstützten Beschäftigung nach § 38 a SGB IX
  • Schwerbehinderte Menschen, die älter als 45 Jahre sind
  • Schwerbehinderte Schulabgänger mit Unterstützungsbedarf und
  • junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Anschluss an die Beendigung der Schulzeit zur Aufnahme einer Tätigkeit in dem ersten Arbeitsmarkt.

Zuschüsse, Prämien & Co.

Neben einer individuellen Unterstützung in der Anbahnungsphase eines Beschäftigungsverhältnisses setzt das Programm vor allem auf finanzielle Förderung. Zuschüsse oder Prämien gibt es für Praktika, Probebeschäftigungen, Ausbildungen und Einstellungen. Auch Integrationsabteilungen in privatwirtschaftlichen Unternehmen können gefördert werden.

Ein Teil der Programmgelder steht für eine freie Projektförderung zur Verfügung. Gefördert werden Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag für mehr Beschäftigung schwerbehinderter Menschen leisten. Eine Übersicht der geförderten Projekte finden Sie unter Weitere Informationen.

Schritte zur Leistung

Sind die Voraussetzungen erfüllt?

Sind die Voraussetzungen erfüllt?

Eine Förderung ist nur möglich, wenn

  • Sie die allgemeinen Voraussetzungen für Leistungen erfüllen,  
  • der Haupt(wohn)sitz des schwerbehinderten Menschen und des Unternehmens in Hessen liegt,
  • tariflich oder ortsüblich entlohnt wird und
  • die Arbeitszeit mindestens 18 Stunden pro Woche beträgt, bei Praktika sind Ausnahmen möglich.

An wen kann ich mich wenden?

An wen kann ich mich wenden?

Bei Fragen können Sie sich an die Öffnet internen Link in aktuellem Fensterzuständigen Ansprechpartner des Integrationsamtes wenden.

Welche Formulare & Unterlagen?

Welche Formulare & Unterlagen?

Sie können hier Formulare für Anträge auf Leistungen des Integrationsamtes herunterladen, ausfüllen, lokal auf Ihrem Rechner speichern und ausdrucken. Die Anträge müssen Sie ausfüllen und unterschreiben.

Bitte reichen Sie beim Integrationsamt den entsprechenden Antrag für HePAS II ein:

Komplette Unterlagen helfen uns, Ihren Antrag zügig zu bearbeiten.

Wie wird die Leistung erbracht?

Wie wird die Leistung erbracht?

  • Praktikum: einmalige Prämie in Höhe von 1.000 Euro
  • Probebeschäftigung: 1.000 Euro monatlich, bis zu sechs Monate
  • Ausbildungsprämie: bis zu 7.000 Euro
  • Einstellungsprämie: bis zu 8.000 Euro, bei ehemaligen Werkstattbeschäftigten oder Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Unterstützten Beschäftigung oder jungen Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Anschluss an die Beendigung der Schulzeit zusätzlich bis zu 3.000 Euro

Fallbeispiel

Darius Smolka, Mitarbeiter des Wiesbadener Vereins iba, mit Schrubber vor der Eingangstür eines Mietshauses der Nassauischen Heimstätte (Foto: Rolf K. Wegst)

Endlich wieder ein positives Lebensgefühl

Das Förderprogramm HePAS hat Darius Smolka ganz neue Perspektiven eröffnet, beruflich wie privat. Bei seinem neuen Arbeitgeber, dem Wiesbadener Verein iba, erhielt er einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Das ermöglicht dem 44-Jährigen ein selbstbestimmtes Leben.