Ausgleichsabgabe

Ausgleichsabgabe

Betriebe mit im Jahresdurchschnitt mehr als 20 Arbeitsplätzen müssen mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen besetzen. So verlangt es das Gesetz. Tun sie dies nicht oder nicht im erforderlichen Umfang, wird eine Ausgleichsabgabe fällig.

Höhe der Ausgleichsabgabe

Die Höhe der Ausgleichsabgabe richtet sich nach der Gesamtzahl der Arbeitsplätze und der schwerbehinderten Beschäftigten (Beschäftigungsquote). Für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz zahlen  Arbeitgeber für das Jahr 2016 monatlich zwischen 125 und 320 Euro. Für kleine Betriebe gibt es Erleichterungen.

Anzeigeverfahren

Unternehmen sind verpflichtet, jedes Jahr selbst anzuzeigen, ob sie Ausgleichsabgabe zahlen müssen. Dafür erhalten Sie auf Anforderung zu Beginn eines Jahres von der Bundesagentur für Arbeit die notwendigen Formulare. Sie können die Ausgleichsabgabe mit dem Verfahren IW-Elan (früher: REHADAT-Elan) auch elektronisch berechnen und bei der Arbeitsagentur anzeigen. Gezahlt wird die Ausgleichsabgabe direkt an das Integrationsamt – spätestens bis zum 31. März für das abgelaufene Kalenderjahr.  )

Verwendung der Ausgleichsabgabe

Aus der Ausgleichsabgabe finanziert das Integrationsamt die Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben. Damit schafft die Abgabe einen finanziellen Ausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen, die ihre Beschäftigungspflicht erfüllen, und denen, die dies nicht tun.

An wen kann ich mich wenden?

Bei Fragen zum Anzeigenverfahren wenden Sie sich bitte an den Operativen Service der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailFrankfurt-Main.OS-SBAZ-AZV@arbeitsagentur.de

Bei Fragen zur Zahlung und Berechnung der Ausgleichsabgabe können Sie sich an die Öffnet internen Link in aktuellem Fensterzuständigen Ansprechpartner des Integrationsamtes wenden.

Weitere Informationen

Fallbeispiel

HEWI-Personalleiter Martin Krämer im Interview (Foto: Elke Bockhorst)

„Als fairer Arbeitgeber gesehen werden"

„Wir stellen barrierefreie Produkte her. Das wollen wir auch nach innen leben." Das betont HEWI-Personalleiter Martin Krämer im Interview mit Elke Bockhorst, Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Landeswohlfahrtsverband Hessen.