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Inklusion bei REWE

"Ich fühle mich wohl im Betrieb"


Fynn-Joshua Lach mit Marktleiter Matthias Seibert beim Arbeiten (Foto: Anja Krauskopf)

Fynn-Joshua Lach mit Marktleiter Matthias Seibert beim Arbeiten (Foto: Anja Krauskopf)

11.03.2020

HANAU. Fynn-Joshua Lach wird morgen 21 Jahre alt. Und er ist stolz auf eine Festanstellung im REWE Center Kinzigbogen in Hanau. Er sortiert Leergut, räumt Obst und Gemüse ein, füllt Regale auf, sorgt dafür, dass die Aktionsware gut sichtbar präsentiert wird und hilft Kundinnen und Kunden bei der Suche nach dem richtigen Produkt. Fynn-Joshua Lach ist zufrieden mit seiner Arbeit. "Ich fühle mich wohl im Betrieb", sagt er.

Dass er eine Festanstellung bekam, daran hat er selbst einen großen Anteil, aber auch Marktmanager Matthias Seibert, die Agentur für Arbeit und das LWV Hessen Integrationsamt. Sie alle haben dazu beigetragen, dass sich der junge Mann nach der Förderschule und der Berufsorientierungsphase im Rahmen einer Unterstützten Beschäftigung bei REWE qualifizieren konnte und nun einen unbefristeten Vertrag in der Tasche hat. "Die Zusammenarbeit mit Herrn Lach klappt sehr gut. Wir sind froh, dass wir ihn fest in unser Team aufnehmen konnten und ihm damit die Chance gegeben haben, sich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren", sagt Matthias Seibert.

Fynn-Joshua Lach hatte zunächst ein vom LWV gefördertes Praktikum bei REWE gemacht und seit November 2017 ein Qualifizierungspraktikum im REWE-Center Kinzigbogen absolviert. Dabei wurde er von einem Job Coach der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Hanau begleitet. Diese Unterstützte Beschäftigung wurde von der Agentur für Arbeit finanziert. Nach Ablauf dieser individuellen Qualifizierung bekam er einen Vertrag über 20 Wochenstunden.

Er und sein Arbeitgeber werden durch den Integrationsfachdienst der FAW begleitet. Dies wird vom LWV Hessen Integrationsamt finanziert, außerdem zahlt der LWV eine HePAS-Prämie nach dem Hessischen Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen. Die Agentur für Arbeit gewährt in den ersten sechs Monaten zusätzlich einen Eingliederungszuschuss.

"Erwerbstätig zu sein ermöglicht schwerbehinderten Menschen unabhängig und selbstständig zu leben", betont Doris Lotze-Wessel, Regionalmanagerin beim LWV. "Arbeit hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft und ist mit hoher Wertschätzung der Menschen verbunden. Wir sichern Arbeitsplätze schwerbehinderter Menschen mit den Mitteln der Ausgleichsabgabe wie auch mit Beratungsleistungen durch uns und unsere Integrationsfachdienste. Integrationsämter gibt es bundesweit und auch das Netz der Integrationsfachdienste steht schwerbehinderten Arbeitnehmern und deren Arbeitgebern unterstützend in allen Bundesländern zur Verfügung." 


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