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Mission Leben

Café Sammeltasse als neuer Inklusionsbetrieb


Gruppenfoto der Café-Leiterin und der Servicekräfte

Freuen sich auf die Gäste im Café Sammeltasse (v.l.): Servicekraft Esther Medini, Petra Dotterweich (Abteilungsleitung Hauswirtschaft/Wäscherei Aumühle), Charlene Schupp und Julia Fries, beide Arbeitskräfte auf Betriebsintegrierten Beschäftigungsplätzen (BiB), Café-Leiterin Katarzyna Pisarky und Josefine Landau (BiB). (Foto: Mission Leben gGmbH)

19.1.2019

Kassel/Erzhausen(lwv): Das Café Sammeltasse in Erzhausen feiert heute offiziell seine Eröffnung. Das Café, Teil des Inklusionsbetriebs Mission Leben Inklusionsbetriebe gGmbH, fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen mit rund 57.000 Euro, denn hier werden neue Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen geschaffen. "Das Café ist ein besonderer Ort der Begegnung, weil sich hier Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen treffen können", erklärt LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert.

Der Träger des Inklusionsunternehmens ist die Mission Leben gGmbH in Darmstadt. Sie bietet im Großraum Rhein-Main über 40 soziale Einrichtungen, unter anderem für Senioren, behinderte Menschen sowie Jugendliche und Erwachsene in sozialen Notlagen. Mit dem neuen Inklusionsbetrieb soll das Angebotsspektrum um einen Gastronomiebereich erweitert werden. Das neue Café ist im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt Hessen-Süd (AWO) und des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Erzhausen untergebracht. Mit 30 Plätzen im Café und 30 Plätzen im Außenbereich sowie einem Seminartrakt soll es ein sozialer Treffpunkt für die Bewohner, Mitarbeiter und Besucher des Seniorenzentrums, für die Bewohner des Ortes und für die Beschäftigten des Cafés werden. Sie kommen teilweise aus der Aumühle, einer Einrichtung für Erwachsene mit einer geistigen Behinderung. Ganztags werden kleine Speisen und Getränke angeboten. Zudem sollen gemeinsam mit der AWO und dem ASB Veranstaltungen wie Lesungen und Vorträge angeboten werden. Auch für private Veranstaltungen kann das Café gemietet werden. Eine Besonderheit ist, dass der Kaffee einer regionalen Rösterei mit einer so genannten Brüh-Marie direkt am Tisch zubereitet wird und - wenn gewünscht - in eine selbst mitgebrachte Tasse oder eine Sammeltasse, die das Café bereithält, ausgeschenkt wird. Von den fünf regulär dort beschäftigten Menschen sind zwei schwerbehindert. Zudem arbeiten zwei behinderte Menschen auf einem so genannten Betriebsintegrierten Beschäftigungsplatz (BIB) im Café. BiB sind Arbeitsplätze, die von einer Werkstatt für behinderte Menschen in private und öffentliche Betriebe verlagert wurden. Die Werkstattbeschäftigten arbeiten in diesem Fall im Café, werden aber durch die Werkstatt unterstützt. Die Kosten für diese Unterstützung finanziert ebenfalls der LWV. Der LWV bezuschusst die Ausstattung des Cafés. Das Geld wird sowohl für die Anschaffung von Geschirr, Besteck als auch Verkaufsvitrinen und für die Kücheneinrichtung wie Kühlschränke und Geschirrspüler verwendet. Voraussetzung für die Bewilligung des Zuschusses ist, dass für mehr als viereinhalb Jahre eineinhalb neu geschaffene Vollzeit-Stellen mit besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen, die zum Beispiel langzeitarbeitslos sind, besetzt werden. Die förderfähigen Gesamtkosten der Ausstattung belaufen sich auf rund 82.000 Euro, die neben dem LWV Hessen Integrationsamt vom Inklusionsbetrieb mit Eigenmitteln finanziert werden.

Hintergrund

Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie unterscheiden sich von anderen Arbeitgebern des allgemeinen Arbeitsmarktes durch den verbindlichen Unternehmenszweck, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, sowie für schwerbehinderte Menschen arbeitsbegleitende Betreuung anzubieten.