Kampf gegen Windmühlen gewonnen

Kampf gegen Windmühlen gewonnen

Nach einer bösartigen Tumorerkrankung in der Augenhöhle wurde Claudia Domnik aus Neu-Isenburg arbeitsunfähig. Als es ihr besser ging und sie Pläne für eine Existenzgründung schmiedete, musste sie zunächst etliche bürokratische Hürden überwinden. Nur mit Beharrlichkeit und der Hilfe des Integrationsamtes schaffte die zielstrebige Frau den Sprung in die Selbstständigkeit. Das Integrationsamt beriet sie, finanzierte ein Gutachten und beteiligte sich an der Finanzierung eines Neuwagens mit kompletter Kühleinrichtung.

Geschäftsidee „Kuchenseppel“

Seit 2011 betreibt die gelernte Gärtnermeisterin und frühere Verwaltungsangestellte erfolgreich ihren mobilen Käsekuchenhandel „Kuchenseppel“. Mit ihrer Ape Piaggio – einem kleinen dreirädrigen Lieferwagen mit Kühlung – ist sie regelmäßig auf den Wochenmärkten in Neu-Isenburg, Frankfurt, Offenbach, Oberursel, Hofheim, Aschaffenburg, Seligenstadt und Königstein vertreten. Für die Marktbesucher ist der „Kuchenseppel“ nicht mehr wegzudenken.

Käsekuchen aus Freiburg

Claudia Domnik vermarktet ausschließlich Stefans Käsekuchen vom Freiburger Münstermarkt, eine regionale, handgemachte Spezialität. Der 850 Gramm schwere Käsekuchen hat dort bereits Kultstatus. „Geschmacklich eine Offenbarung und in der Konsistenz unübertroffen“, bewirbt sie begeistert ihr Produkt.

Ausgezeichnet für Zivilcourage

Für ihren Mut und ihre Beharrlichkeit wurde Claudia Domnik im Mai 2014 mit dem „Werner-Bonhoff-Preis-wider-den-§§-Dschungel“ ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro wird die Unternehmerin sicher gut anlegen. 2014 schaffte sie den Sprung ins Halbfinale des Hessischen Gründerpreises.