Neue Wege für mehr Teilhabe

HePAS Projektförderung

Das Hessische Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen verfolgt das Ziel, gute Rahmenbedingungen für personenzentrierte Leistungen zu schaffen. Das Förderprogramm strebt stabile Beschäftigungsverhältnisse an. Es sieht auch die Möglichkeit vor, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und bedarfsgerechte Angebote zu schaffen, um die Programmziele zu erreichen. Für einzelne Projekte können Zuschüsse bis zu 100.000 Euro gewährt werden.

Folgende Projekte wurden bisher gefördert:

Stein auf Stein, Perspektive Fulda - Schaffung von Qualifizierungsbausteinen

Mit dem Projekt in Fulda sollen junge behinderte Menschen, insbesondere mit kognitiven Beeinträchtigungen, auf eine Ausbildung nach den Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes vorbereitet werden. Ziel ist die Entwicklung und der Einsatz von Qualifizierungsbausteinen in verschiedenen Berufsfeldern (z. B. Gärtnerei und Landwirtschaft) unterhalb von anerkannten Ausbildungsberufen.

Das Projekt möchte jungen Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung derzeit keine Ausbildung im Sinne der gesetzlichen Vorschriften absolvieren können, so qualifizieren, dass ihnen im Anschluss die Möglichkeit zum Erwerb eines weiterführenden Ausbildungsabschlusses eröffnet werden kann.

Durch den Erwerb von Zertifikaten verschiedener, aufeinander aufbauender Qualifizierungsbausteine eines Berufsbildes werden den Absolventen Nachweise über die erlangten Fertigkeiten an die Hand gegeben, was  ihre Zugangschancen zum allgemeinen Arbeitsmarkt erhöhen kann.


SinA (Servicestelle inklusiver Arbeitsmarkt) im Hochtaunuskreis

Bei SinA handelt es sich um ein strategisches Projekt des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft e. V. nach dem Motto „aus der Wirtschaft für die Wirtschaft“. Mit dem Projekt soll die Beschäftigungssituation im Hochtaunuskreis verbessert werden. Der Projektnehmer ist eine gemeinnützige Bildungsorganisation der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände.

Die berufliche Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen, Männern und Frauen, Menschen mit und ohne Behinderung oder Migrationshintergrund steht im Mittelpunkt der Aktivitäten.
Der Projekt-Fokus liegt auf der Stärkung der dualen Ausbildung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Ausbildungs- und Arbeitgeber werden umfassend und betriebsnah informiert, angeleitet, bei der Initiierung aller individuell erforderlichen Förderanträge unterstützt und bei allen Verfahrensabläufen begleitet.


Inklu-Jobs Inklusionsberater

Inklu-Jobs ist ein weiteres Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem bereits bewilligten Projekt SinA des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft e. V. im Hochtaunuskreis durchgeführt wird. Es verfolgt den Ansatz des Peer counseling - Behinderte beraten Behinderte im gleichen Wirkungskreis nach dem Motto "aus der Wirtschaft für die Wirtschaft".

Mit dem Ansatz des Peer counseling sowie dem Aufbau eines Peer-Beratungs-Netzwerkes in der Region und der Entwicklung eines Tools zur Lokalisierung von (weiteren) Arbeitsplätzen für behinderte Menschen in kleinen und mittelständischen Unternehmen des Hochtaunuskreises wollen die Projektträger potentielle Arbeitgeber ansprechen. Diese sollen für die Schaffung behindertengerechter Arbeitsplätze sensibilisiert werden. Zudem soll es Arbeitgebern ermöglicht werden, über ihre Verpflichtung nach § 81 Abs. 1 SGB IX hinaus weitere inklusionsgeeignete Arbeitsplätze einzurichten.

Mit dem Tool "Quick Checker" sollen so in der Region bei bis zu 15 Arbeitgebern Stellen für schwerbehinderte Menschen gefunden werden, die bisher nicht für diese Personengruppe zur Verfügung standen. Vorhandene, bisher nicht für schwerbehinderte Arbeitnehmer geeignete Arbeitsplätze, können dabei auch in inklusionstaugliche Job-Profile zerlegt und anschließend besetzt werden.