Aktuelles

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495.000 Euro Zuschuss

LWV fördert Hanauer
Inklusionsbetrieb


Logo, Inklusionsbetrieb Westpark GmbH

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20.06.2018

Kassel/Hanau(lwv): Mit rund 495.000 Euro fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen den Inklusionsbetrieb Westpark GmbH, ein Gesundheits- und Fitnesszentrum in Hanau-Steinheim. Hier werden Vollzeitarbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen geschaffen, die unter anderem derzeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten. Die Förderung hat der LWV-Verwaltungsausschuss jetzt beschlossen. "Das Gesundheits- und Fitnesszentrum Westpark ist ein besonderer Inklusionsbetrieb, da er nicht nur Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen bietet, sondern deren Dienstleistungen im Gesundheitsbereich gleichermaßen für behinderte und nicht behinderte Menschen gedacht sind", erklärt LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert.

Gesellschafter des Inklusionsbetriebs ist das Behindertenwerk Main-Kinzig e.V. (BMWK), das im Main-Kinzig-Kreis sowohl WfbMs als auch Inklusionsunternehmen in anderen Geschäftsbereichen unterhält. Neben Bürodienstleistungen, Wäscheservice und Hausdienstleistungen gibt es ebenfalls Einkaufsmärkte und einen Gartenbaubetrieb. Im Gesundheits- und Fitnessbereich ist das BMWK im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements tätig. Mit der Gründung dieses Inklusionsbetriebs sollen vielfältige Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen in einem zukunftsorientierten Tätigkeitsfeld geschaffen werden.

Für das Unternehmen hat das BMWK ein Gebäude, einen ehemaligen Aldi-Markt, gekauft. Bis zum Start im Herbst 2018 soll dort ein Zentrum mit Trainingsbereich mit klassischen Kraft - und Ausdauertrainingsgeräten sowie speziellen Trainingsgeräten für behinderte Menschen eingerichtet werden. Neben dem Trainingsbereich sollen medizinische Dienstleistungen wie Physiotherapie, Krankengymnastik und Reha-Sport angeboten werden. Ergänzt werden soll das Angebot durch Seminare, Workshops und Vorträge zu gesundheitsrelevanten Themen, einem Wellnessbereich mit Sauna sowie einer Cafeteria. Geplant ist, dass von 27 Vollzeitstellen 12 Stellen mit schwerbehinderten Menschen besetzt werden. Acht dieser Stellen sollen für Beschäftigte aus einer WfbM vorgehalten werden.

Der LWV bezuschusst die Ausstattung des Zentrums. Das Geld wird sowohl für die Anschaffung der Trainingsgeräte als auch für Mobiliar im Empfang, der Verwaltung oder im Reha-Bereich eingesetzt. Voraussetzung für die Bewilligung des Zuschusses ist, dass für mehr als vier Jahre acht neu geschaffene Stellen in Vollzeit mit schwerbehinderten Menschen besetzt werden. Die förderfähigen Gesamtkosten des Umbaus und der Ausstattung belaufen sich auf rund 707.000 Euro, die neben dem LWV Hessen Integrationsamt vom Inklusionsbetrieb mit Eigenmitteln finanziert werden.

Hintergrund

Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie unterscheiden sich von anderen Arbeitgebern des allgemeinen Arbeitsmarktes durch den verbindlichen Unternehmenszweck, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, sowie für schwerbehinderte Menschen arbeitsbegleitende Betreuung anzubieten.


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